Reduktion, die zum Statement wird
Wie gestaltet man einen temporären Store, der visuell im Gedächtnis bleibt und ökologische Verantwortung konsequent zu Ende denkt?
Idea
Verzicht als Gestaltungsprinzip
Ausgangspunkt für die räumliche Umsetzung war der bewusste Verzicht auf kurzlebige Elemente. Die Fläche wird durch ein monochromes, lindgrünes Design neu zoniert, das dem Store den Charakter einer Galerie verleiht. Weil sich der Raum gestalterisch zurücknimmt, entsteht eine beruhigte Bühne für die Kollektion – und eine neue Perspektive für Besucher:innen auf die Produkte.

Concept
Vom Büro zum Kunstsockel
Im Zentrum des Konzepts steht Reduktion, konsequent zu Ende gedacht: Der Store verbindet klassisches Retail mit dem Gefühl einer Ausstellung. Durchgängig in zartes Lindgrün gehüllt, nutzt das Raumkonzept Kuben und Podeste, gewonnen durch Upcycling aus den eigenen Agenturbüros von Designplus. Diese Elemente dienen als Sockel, auf denen die Kleidungsstücke unter schützenden Acrylhauben wie Kunstobjekte wirken.

Realisation
Ein Materialkreislauf statt Neuproduktion
Die handwerkliche Umsetzung folgte einem klaren Prinzip: nichts neu produzieren, was schon da ist. Sämtliche Upcycling-Elemente wurden für ihren neuen Zweck sorgfältig aufbereitet und in das monochrome Gesamtbild eingefügt. Weil vorhandene Materialien so weiterverwendet statt ersetzt wurden, zeigt das Projekt für Hallhuber, wie Innenarchitektur im Sinne der Kreislaufwirtschaft ohne Abstriche bei der Qualität funktioniert.
Eines der besten Pop-ups des Jahres, ausgezeichnet von der Textilwirtschaft.
Impact
Das Projekt beweist, dass Kreativität und ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen im Retail Design sich nicht ausschließen. Die Auszeichnung der „Textilwirtschaft" unter die Top 3 Pop-ups des Jahres bestätigt die Relevanz dieses Ansatzes für zukunftsfähige Markenräume.



